 Baudot war der erste, der einen fünfstelligen Binärcode (mit Umschaltung von Buchstaben auf Ziffern und umgekehrt) in die Telegrafie einführte (Fünferalphabet Baudotalphabet).
Die Fünferkombinationen wurden in einfachster Weise mit einem Fünftastensender gegeben. Daher musste der Beamte das Baudot Fünferalphabet auswendig lernen. Nur vereinzelt hatte man das Fünferklavier durch eine Schreibmaschinenklaviatur ersetzt. Es konnten nur drei Zeichen pro Sektor und Sekunde übertragen werden.
Der Apparat arbeitete gewöhnlich mit 180 Umdrehungen pro Minute. Man verwendete 2-, 3-, 4- und 6-fach-Apparate, wobei der 4-fach-Apparat als Normaltyp galt. In dem Fall konnten im Durchschnitt in jeder Richtung 360 Zeichen pro Minuten übertragen werden.
Diese Ausnützung wurde aber nur selten erreicht, weil bei der Bedienung des Apparates nicht jede Umdrehungen zur Übermittlung eines Zeichens ausgenützt werden konnten.
Zu seinen Ehren wurde im Jahr 1926 für die Telegrafiergeschwindigkeit international die Bezeichnung Baud eingeführt.
Quelle: (cc) by-nc-sa, Lehrstuhl für Nachrichtentechnik, RWTH Aachen
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