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    BTX
    Datex-J Logo

    Die Abkürzung für Bildschirmtext = BTX oder Videotex, wie der Dienst in der Schweiz heißt, war ein interaktiver Onlinedienst.

    Er kombinierte Telefon und Fernsehschirm zu einem Kommunikationsmittel.

    BTX wurde in Österreich im Juni 1982 eingeführt, in der Bundesrepublik Deutschland erfolgte  ab dem 1. September 1983 die bundesweite Einführung. Heute hat Bildschirmtext seine Bedeutung aufgrund der Konkurrenz durch das  Internet verloren, inzwischen ist der Dienst in den meisten Ländern kpl. eingestellt.


    Modem DBT 03
    Das rechte Bild zeigt das erste Modem für BTX.
    • Übertragungsgeschwindigkeit: 1200/75 B/sek
    • Besonderheiten: Eine gelbe Plombe zeigt ein Originalgerät, bei einer blauen wurde es geöffnet.

      Bildquelle: Creative Commons-Lizenz


    Deutschland:

    • Vorgestellt wurde Btx Dienst bereits im Jahr 1977 vom damaligen Postminister Kurt Gscheidle bei der Internationalen Funkausstellung in Berlin.
    • Es war in Deutschland unter der Leitung von Eric Danke entwickelt worden, der später Vorstandsmitglied von T-Online wurde.
      Eric Danke war 1975 durch eine Fachveröffentlichung über Sam Fedida und PRESTEL auf die ursprünglich britische Technologie aufmerksam geworden.
    • 1980 startete ein Feldversuch mit jeweils etwa 2.000 Teilnehmern in Düsseldorf mit Neuss und Berlin.
    • Am 18. März 1983 unterzeichneten die Regierungschefs der Länder in Bonn den Staatsvertrag über Bildschirmtext.
      Der Vertrag stellte sozusagen jedem Interessenten frei, unter Beachtung bestimmter Vorschriften als Anbieter von Bildschirmtext aufzutreten.
    • Die Deutsche Bundespost startete offiziell einen interaktiven Online-Dienst, der anfangs ein spezielles Btx-Gerät erforderte.
      Die erwarteten Nutzerzahlen nach dem offiziellen Start 1983 wurden allerdings nie erreicht.
    • So sollten es 1986 rund eine Million sein, tatsächlich waren es aber nur 60.000.
    •  Die Million wurde erst zehn Jahre später erreicht, nachdem Btx ab 1995 mit dem neuen T-Online-Angebot inklusive E-Mail und Internet-Zugang gekoppelt worden war.
    • 1993 wurde Btx Bestandteil des neu geschaffenen Dienstes Datex-J.
    • Am 31. Dezember 2001 wurde der ursprüngliche Btx-Dienst offiziell abgeschaltet. Eine abgespeckte Variante für Online-Banking wurde bis zum 10. Mai 2007 betrieben.
    • 1983 gab es neben der Btx-Leitzentrale in Ulm Btx-Vermittlungsstellen in Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt am Main, München und Stuttgart. Geplant war der Ausbau auf 150 Btx-Vermittlungsstellen.


    Schweiz:

    • Der Dienst wurde in der Schweiz als Videotex (ohne t am Ende) bezeichnet.
    • Von der damaligen PTT in den 1980er Jahren gestartet, wurde er ab 1995 von SwissOnline betrieben.
    • Am 30. September 2000 wurde Videotex eingestellt.

    Österreich:

    • 1981: Betriebsversuch mit  Bildschirmtext in Österreich
    • In Österreich gab es Btx seit Juni 1982.
    • Die Eigenentwicklung MUPID, ein spezielles Terminal zur Nutzung der Btx-Dienste, wurde von der damaligen PTV selbst entwickelt und konnte von den Nutzern angemietet werden.
    • Die Btx-Anschlusskosten betrugen im März 1984 rund 150 öS und die monatliche Grundgebühr lag bei 70 öS. Der Dienst wurde Ende November 2001 eingestellt.

     


    Abkürzung:  BTX

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