Das Blockschaltbild auf der rechten Seite zeigt die Zusammenschaltung der Schaltglieder einer KVSt nach dem System FWS 69. Der grundsätzliche Aufbau ist dem FWS 62 sehr ähnlich.
Folgende Verbesserungen wurden am dem FWS 69 durchgeführt.
Der Zählimpulsgeber 69
Er wurde mechanisch kleiner und nach Baugruppen aufgebaut. Die einzelnen Funktionen des ZIG wurden auf getrennten Baugruppen realisiert. Das Leitungsteil für die Sprechwege erlaubt durch den Einsatz von verschiedenen Baugruppentypen den Anschluss an unterschiedliche Fernleitungen (El-g)
- Gabelschaltung 2Dr/ 4Dr mit Entdämpfung
- Gabelschaltung 2Dr/ 4Dr ohne Entdämpfung
- Anschaltung 4Dr/ 4Dr.
Das Steuerteil des ZIG dient zur Aufnahme, Bewertung und Formung der Schaltkennzeichen. Durch eine Zählschaltung wird ein zeitgerechter Zähleinsatz für die Zähltakte gebildet. Die Anschaltung des ZIG 69 an den vom EZTGN erzeugten Takte erfolgt über einen Relaisspeicher mit der Bausgruppe Zonenkoppler.
Die Zonenaussage erhält diese Baugruppe direkt aus dem Umwerter durch ein Zonenringkabel. Durch einen Code (1 aus 4) und (1-5) und 3 verschiedenen Zusatzaussagen stehen dadurch 21 verschiedenen Anschaltmöglichkeiten zu Verfügung. In dem Zonenringkabel wird auch die Ader des Ursprungskreises geführt, wodurch bei einer Anfrage im Umwerter das richtige Ursprungsrelais für den Nahdienst anziehen kann.
Die Verbindung zwischen dem ZIG 69 und dem Knotenregister (KRG 69) erfolgt durch einen Relaissuchwähler (RSW 69) der eine 8 adrige Verbindung durchschaltet.
Der RSW wurde als dreistufige Koppelanordnung gebaut. Die Koppelstufen sind über Zwischenleitungen miteinander verbunden.
Die einzelnen Koppelgruppen können durch Modulbauweise in 5 Schritten bis zu einer Gruppe von 240 Eingängen erweitert werden. Die Koppelreihe mit den 40 Ausgängen ist bereits im Grundausbau enthalten. Bei einem Vollausbau wird eine Erreichbarkeit von k = 22 erreicht. Die Suche des Weges im RSW erfolgt über ein Wegsuchnetzwerk. Der einzelne Zustand der Zwischenleitungen wie frei oder belegt wird in Relais gespeichert. Dadurch werden nur freie Ausgänge bei der Suche berücksichtigt. Die gesamte Steuerung des RSW ist zentralisiert und aus Sicherheitsgründen doppelt aufgebaut.
Die Zeit zum durchschalten beträgt ca. 20 ms. Die Koppelrelais sind SG-Sm Schutzgas-Stahlrelais als Mini Ausführung. Diese Relais sind durch ihre Bauart sehr lange haltbar. Ein Relais von dieser Bauart hat 4 Arbeitskontakte. Die übrigen Relais sind vom Typ SG-M (Schutzgas-Metallrelais).
Das Knotenregister 69 speichert die gesamte Wahlinformation mit einem binären Code in einem Vollspeicher der in MOS Technik ausgeführt ist. Es können maximal 15 Ziffern gespeichert werden. Die Anfrage an den Umwerter erfolgt in der Regel nach der 3. oder 4. Ziffer.
Die Ziffern im KRG sind binär gespeichert und werden bei einer Anfrage an den Umwerter von einem Zwischenregister (ZWRG) in eine parallele Ausgabe umgewandelt. Für jeweils 7 KRG ist ein Zwischenregister vorhanden. Die Zentralisierung durch ein Zwischenregister wurde aus Kostengründen durchgeführt. Das Zwischenregister wandelt die binären Informationen vom KRg in einen 2 aus 6 Code um, und speichert es in einem Relaisspeicher. Erst nach dieser Umwandlung wird der Umwerter belegt.