
Grundsätzlicher Verbindungsaufbau der 4Draht Technik.
Die Zweidraht-Übergangstechnik hatte es mit einfachen Mitteln ermöglicht, fast 60 % des Fernverkehrs in den Selbstwählferndienst zu überführen. Darunter fielen der nahe und mittlere Fernverkehr, sowie der Endverkehr zwischen den wichtigsten Großstädten. Die Beschränkungen, welche diese Technik mit sich brachte, machten sich beim weiteren Ausbau bemerkbar. Vor allem die zweidrähtige Durchschaltung war nicht sehr befriedigend.
Immer stärker trat Trägerfrequenztechnik bis in die untersten Netzebenen in den Vordergrund. Damit war der nächste Schritt der Entwicklung bereits vorgezeichnet. Er führte zwangsläufig zu einer Vierdrahttechnik, die eine stabile Zusammenschaltung mehrerer Trägerfrequenzstrecken auf den Fernebenen möglich machte. Die Leitwegsteuerung konnte noch nicht in dem gewünschten Umfang mit dem geringen zur Verfügenden Zeitaufwand verwirklichen zu können.
Deshalb wurde nochmals der Begriff Übergangstechnik verwendet.
Das Kennzeichen für die Vierdraht-Übergangstechnik ist die vierdrähtige Durchschaltung und Führung der Verbindung auf der Fernnetzebene von Knotenamt zu Knotenamt, der Einsatz vierdrähtiger Wähler und Wählübertragungen und eine Leitwegsteuerung über Richtungswähler (RW).
Der Umsteuerwähler (UW) vor dem ZIG, der bei der Zweidraht-Übergangs-Technik mit Voreinstellung arbeitet, wird soweit überhaupt noch erforderlich, durch einen UW mit Nacheinstellung ersetzt. Der ZIG enthält eine Gabel, um die Zweidrahtleitung in eine Vierdrahtleitung umzusetzen oder er besitzt einen vierdrähtigen Ein- und Ausgang. Dem ZIG folgt bei ein vierdrähtiger Richtungswähler (RW), der es erlaubte 11 bis 17 Richtungen auszuwählen.
Zur Steuerung des RW wird der VZ durch einen Zusatz für Richtungsabgriff und Wahlabruf ergänzt. Der so erweiterte VZ wird mit VZR (Verzoner mit Richtungsabgriff) bezeichnet. Im ZA können die RW vor oder hinter dem ZGW angeordnet werden. Die letztere Lösung ist in dem Blockschaltbild recht untern angedeutet.
Werden die ZGW vorgezogen, dann wird statt des normalen ZIG in der Regel ein ZIG mit Verzonung (ZIGV) verwendet, der eine HA Verzonung erlaubt. Soweit eine Knotenamt Verzonung erforderlich ist (eigener ZA-Bereich), werden in dieser Gasse zentrale Verzoner eingesetzt. Der ZGW für den im EA entspringenden Verkehr ist, in der Regel zweidrähtig. Erst im ZIGV findet der Übergang auf die Vierdrahtebenen statt. Die Ausgänge der RW zu den Zentralamtsleitungen (Zl) lagen im Vielfach der Vierdraht-ZGW des aus dem ZA-Bereich ankommenden Verkehrs.
Die übrigen Ausgänge führen zu Querverbindungsleitungen (Ql) mit vierdrähtigem Eingang. Die Ferngruppenwähler der höheren Netzebenen (ZGW, HGW) sind grundsätzlich vier drahtig. Die KGW weisen in der Regel, die EGW im Bedarfsfall eine vier drahtige Schaltung auf.
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