Das Wählerrelais WR wird anstelle eines Drehwählers verwendet, wo wenig Energie zur Verfügung steht und auch nur wenige Ausgangskontakte benötigt werden.
Für größere Wählanlagen kommen sie deshalb wegen der geringen Schaltmöglichkeiten (niedrige Armzahl) und der kleinen Schrittgeschwindigkeit nicht direkt zum Einsatz.
Diese Wählerrelais zeichnen sich durch einen geringen Platzbedarf, niedrigen Stromverbrauch und durch günstige Herstellungskosten aus. Sie nehmen eine Zwischenstellung zwischen Drehwähler und Relais ein.
Die Hauptbauteile:
- Kontaktbank
- Einstellglied
- Antrieb
Die Kontaktbank kann in zwei Arten ausgeführt sein. Bei der einen Bauart befinden sich entweder 24 oder 36 Kontaktlamellen auf einer Hartpapierscheibe (Kontaktscheibe oder Kontaktkranz), die zu einem vollen Kreis verteilt sind. Bei der anderen Ausführung übernehmen diese Aufgaben nur die Kontaktfedersätze (Nockenkontakte), die durch sich bewegende Nockenscheiben gesteuert werden.
Das schwarz-weiße Bild zeigt ein Wählerrelais mit einer Nockenscheibe und einem Schaltarm mit 12 Ausgängen.
Es gibt von den Wählerrelais mehrer Ausführungen mit einem oder zwei Schaltarmen, sowie 1 oder 2 Nockenscheiben.