 Bei Ferngesprächen mussten circa alle 75 km die Signale auf den Fernleitungen verstärkt werden. Diese Aufgabe wurde durch ein Verstärkeramt gelöst.
In den Kabeln entstehen Verluste, je länger ein Kabel ist, desto größer werden die Verluste.
Es entstand dabei ein technischer und wirtschaftlicher Kompromiss:
- dickere Leitungen: mehr Kupfer , höhere Kosten
geringere Verluste, weniger Verstärker
- dünne Leitung: wenig Kupfer, kleiner Kosten
größere Verluste, mehr Verstärkter
Der Verstärkerabstand in den Leitungen wurde dann auf 75 km festgelegt, was einen guten Kompromiss darstellt.
In der Anfangszeit wurde nur Röhrenverstärker verwendet, in spätere Zeit wurden diese durch kleinere und wartungsärmere Transistorverstärker ersetzt.
Dieser alte Begriff (Verstärkeramt) stammt aus der Zeit, als das öffentliche Telefonnetz noch unter staatliche Verwaltung stand.
Zu einer späteren Zeit wurden die Anzahl der Kanäle auf den Trägerfrequenzleitungen weiter erhöht. Es wurde dabei eine höhere Frequenz verwendet und der Verstärkerabstand musste verkleinert werden. Dazu wurden dann sogenannte Verstärkertonnen in die Erde eingegraben.
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