 Diese Zählübertragung musste für jede Teilnehmer Anschlussleitung mit Zählung individuell eingeschliffen werden.
Beim den ESK Systemen war das nicht erforderlich.
Bei den ESK-A3 und ESK-A5 Anlagen (wenn die einsprechenden Intern- und Externverbindungssätze eingebaut waren), weil hier generell (also auch Teilnehmer ohne Gebührenanzeiger) die Zählimpulse gesendet wurden, durch die symmetrische Einspeisung fiel das den nicht betroffenen Teilnehmern nicht auf., weil die Zählimpulse nicht hörbar waren.
Bei der Umstellung der betreffenden ESK Teilnehmer auf die 12kHz-Zählung mussten dann allerdings wieder individuelle Zählübertragungen und Zähler mit Zusatzkontakt in die Teilnehmerleitung eingeschaltet werden.
Das Bild zeigt den Stromlaufplan für die 50 Hz Einspeisung.
Gegenwärtig wird in Österreich mit 12kHz die Zählung durchgeführt (jedoch mit einem viel niedrigeren Pegel als in Deutschland), diese 12kHz-Zählung wurde zunächst ab 1971 für Münzfernsprecher, später dann aber auch für andere Anschlüsse eingeführt.
Die 50Hz-Zählung gibt es seit "ewig" und hat seinen Ursprung eigentlich in der Zählmethode des Bayrischen Telefonsystemes, wo nach dem Auflegen des rufenden Teilnehmer die Zählimpulse mit 50Hz gegen Erde gesendet wurden.
Im Gegensatz dazu wird in Österreich während des Gespräches gezählt, was eine etwas kompliziertere Zähltechnik erfordert, diese ist aber, wenn man das Grundprinzip begriffen hat, recht einfach ist.
Also: man muss sich also vorstellen, dass in die Telefonleitung in beide Adern der Anschlussleitung, gegen Erde die 50 Hz-Impulse mit einer Spannung von 60 V eingespeist werden. Nun wird jeder Elektrotechniker sagen, das wird einen mordsmäßigen Brumm während der Verbindung verursachen. Würde auch stimmen, jedoch werden diese Impulse, bezogen auf die beiden Sprechadern, GLEICHPHASIG aufgeschaltet, damit gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden Sprechadern und die Impulse sind daher unhörbar.
Der zugehörige, teilnehmerseitige Zähler greift von beiden Sprechadern gegen Erde die Impulse ab. Bedingt durch die Bauteiltoleranzen kann man dann aber einen ganz leisen Brumm hören, wenn ein Zählimpuls kommt, aber in der Regel hört das nur das geübte Ohr und wenn man weiß, dass da Zählimpulse kommen.
Die 50Hz-Zählung in dieser Form stand von etwa 1953 (Einführung des SWFD Dienstes) bis zum Abschluss der Digitalisierung (Ende 1999) in Betrieb, sie wurde allerdings ab etwa 1977 laufend durch die auch heute noch übliche, erdfreie 12kHz-Zählung ersetzt.
Bild zeigt den Stromlaufplan der 50 Hz Gebührenimpuls EInspeisung Sobald es die Zeit erlaubt, wird der sauber gezeichnet Plan eingestellt.
Text und Bild: Archiv Dulosy
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