Wie aus dem rechten Bild zu sehen ist, besteht zwischen beiden Platten ein Luftspalt. Der Luftspalt wird geschlossen, wenn Haftanker aufliegt. Es entsteht dadurch ein permanenter magnetischer Fluss, der den Haftanker auf der Auflagefläche festhält.
Der beweglich gelagerte Haftanker wird von dem Betätigungssteg aus nichtleitendem Kunststoff aufgenommen Der Betätigungssteg hat neun Öffnungen, in die die Kontaktfedern eingreifen. Solange der Haftanker vom permanenten Magnetkreis gehalten wird, werden durch den zugehörigen Betätigungssteg die Kontaktfedern von ihren Kontaktschienen abgehoben. Die Arbeitskontakte sind dann geöffnet.
Wird beim Durchschalten der permanente Magnetkreis kurz unterbrochen, dann ziehen die in den Betätigungssteg eingreifenden Kontaktfedern den Haftanker von Kern- und Jochplatte ab, wobei die Kontakte geschlossen werden.
Das Zurückstellen der geschlossenen Kontakte durch die Betätigungsstege erfolgt durch ein für alle zwölf Stege gemeinsames Rückstellsystem. Gleichzeitig mit der Rückstellung wird vom Rückstellanker ein Kontakt betätigt, welcher als Hilfskontakt beim Rückstellvorgang zur Verfügung steht.
Weder bei der Zerlegung des OHS noch beim Zusammenbau des OHS werden irgendwelche Werkzeuge benötigt.
Elektrische Funktion und Einsatzmöglichkeiten: Um eines der zwölf Koppelsysteme durchschalten zu können, wird die dazugehörige Spule mit einem Stromimpuls von etwa 2...5 ms Dauer erregt. Der hierdurch entstehende elektromagnetische Fluss ist dem des Dauermagneten entgegengerichtet und schwächt diesen dadurch, die vorgespannten Kontaktfedern durch den Betätigungssteg von der Haftfläche abgetrennt. Für diesen Vorgang ist nur ein kurzer Impuls von circa 200 mW erforderlich.
Die Rückstellung abgeworfenen Betätigungsstege erfordert eine größere Leistung. Es müssen hier alle Kontaktfedern wieder vorgespannt werden. Der Rückstellmagnet benötigt einen Impuls von etwa 20 ms Dauer mit einer Leitung von circa. 2 W ATT:
Durch diese geringe Ansteuerleistung kann der OHS durch elektronische Elemente angesteuert werden kann. Die Leistung für Rückstellung wird unabhängig von elektronischen Steuereinrichtungen aufgebracht. Die jedem der zwölf Koppelsysteme zugeordneten neun Arbeitskontakte lassen sich eine Vielzahl von Schaltungsmöglichkeiten erstellen.
In der Grundkonstruktion stellt der OHS einen Schalter mit einem 9-adrigen Eingang und zwölf 9-adrigen Ausgängen dar. In der Vermittlungstechnik wurden aber nur 3- oder 4 Adern für die Durchschaltung benötigt.
Das im Bild gezeigte Schaltungsbeispiel zeigt den Einsatz des OHS mit einem 4 adrigen Eingang und 20 4 adrigen Ausgängen.
Die ersten 10 Ausgänge werden durch das Durchschalter der jeweils der ersten vier Kontaktfedern der Koppelsysteme S 1... S 10 gebildet, die Ausgänge 11...20 durch Belegen der zweiten vier Kontaktfedern der gleichen Systeme. Der 4-adrige Eingang wird auf die ersten vier Kontakte des Koppelsystems S11 und parallel dazu auf die zweiten vier Kontakte des Systems S 12 gelegt. Wird beispielsweise Koppelsystem 11 durchgeschaltet, so wird das Eingangspotential durch die Kontaktfedern auf die ersten vier Kontaktschienen geschaltet. Hier kann es wahlweise durch die Kontakte eines der Systeme S1... S 10 abgenommen werden. Die zweiten vier Kontaktschienen bleiben potentialfrei, da die Kontaktfedern 5 ... 8 des Systems S 11 nicht eingeschaltet sind. Analog hierzu sind die Vorgänge beim Durchschalten des Koppelsystems S 12 sowie eines der Systeme S 1... S 10.
Es können auch mehr als zwei Gruppen gebildet werden, so dass sich die nachstehend aufgeführten Möglichkeiten ergeben:
| Kontaktstreifen |
Gruppen |
Ausgänge |
Adern |
| 9 |
ohne |
12 |
9 |
| 8 |
2 |
20 |
4 |
| 9 |
3 |
27 |
3 |
| 8 |
4 |
32 |
2 |
| 6 |
6 |
36 |
1 |
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