 Einzigartigkeit Das Vierteltelefon in Österreich
Die Anzahl der Teilnehmeranschlüsse in Österreich, besonders in Wien, ist ständig angewachsen.
Im Jahr 1891 waren es noch 440 Anschlüsse, im Jahr 1895 waren es schon 19.000 Anschlüsse.
Ein eigenes Telefon war damals noch nichts Alltägliches, die die relativ teure „Abonnementgebühr“ verhinderte eine schnelle und weitere Verbreitung.
Das war auch der Grund für die Erfindung des „Gesellschaftsanschluss-System“.
Im Jahr 1905 wurden in der Telefonzentrale Meidling die ersten Gesellschaftsleitungen für zwei oder vier Teilnehmer eingerichtet.
Mit dem sogenannten „Vierteltelefon“ nutzten bis zu 4 Teilnehmer eine einzige 2 adrige Leitung. Die Teilnehmer wohnten auch meisten in der gleichen Strasse oder Haus. Es konnten dadurch ohne das Kabelnetz auszubauen, weitere Teilnehmer angeschaltet werden. Das spart Kosten auf der Leitungsseite. Das Vierteltelefon war in der Grundgebühr des deshalb auch wesentlich günstiger. So ein Anschluss wurde in der Regel nur an wenig Sprecher vergeben.
Die Nachteile:
- Die Teilnehmer konnten nicht gleichzeitig telefonieren
- und sich auch nicht gegenseitig anrufen
Es wurden zunächst 40 dieser Gesellschaftsleitungen zum Testen aufgebaut. Nacbh dem erfolgreichen Test wurde das System weiter ausgebaut. Dadurch konnten etwa 18.000 Teilnehmern, die nur selten zum Hörer griffen, ein günstigen Telefon Anschluss bekommen.
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