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    Amtliches Fernsprechbuch
    Amtliches Fernsprechbuch von 1881

    Das Amtliche Fernsprechbuch wird in der Umgangssprache als Telefonbuch bezeichnet.

    Ein Telefonbuch enthält eine alphabetische Auflistung aller Teilnehmer eines Telefonnetzes, unterteilt in verschiedenen Regionen, mitsamt ihren zugehörigen und eindeutigen Telefonnummern.

    Im Telefonbuch sind keine Geheimnummern oder Telefonnummern, bei denen der Kunde einer Eintragung widersprochen hat oder keine Veröffentlichung in den Printmedien wünscht (eine Veröffentlichung auf CD-ROM, im Internet oder über die Auskunft ist dennoch möglich).

    Durch die vielen enthaltenen Adressen, können Telefonbücher auch als Adressbücher verwendet werden.

    Zum Schutz vor widerrechtlicher Nutzung und Weiterverkauf der Adressdaten, zum Beispiel für Marketingzwecke, enthalten Telefonbücher sogenannte „Kontrolleinträge“, also Adressen von fiktiven Personen (ähnlich den fingierten Artikeln in Lexika).

    Damit können unrechtmäßige Nutzer der Daten aufgespürt werden. Wenn beispielsweise ein fiktiver Name auch im Telefonbuch eines anderen Anbieters erscheint, ist offensichtlich, dass der andere Anbieter die Telefondatensätze kopiert hat.


    Amtliches Fernsprechbuch Belin aus dem Jahr 1941

    Deutschland:

    • 1877 hatte der Generalpostmeister Heinrich von Stephan in einer Zeitschrift das von Philipp Reis erfundene Telefon entdeckt.

    • Am 26. Oktober 1877 wurden in Berlin unter seiner und Generaltelegraphendirektor Buddes Regie erfolgreiche Übertragungsversuche durchgeführt, die die Errichtung des ersten Telefonnetzes in Deutschland zur Folge hatten.

    • Am 14. Juli 1881 wurde in Berlin das erste deutsche Telefonbuch mit dem Titel „Verzeichnis der bei der Fernsprecheinrichtung Beteiligten“ herausgegeben. Von Stephan bestand darauf, die deutsche Bezeichnung für Telefon zu verwenden.

      Dieses Verzeichnis enthielt 185 Einträge, alphabetisch sortiert und aufgeteilt in vier Spalten mit Nummer, Namen oder Firmennennung, der „Bezeichnung des Standes oder Geschäftszweiges“ sowie der Adresse von „Wohnung oder Geschäftslokal“.

      Im Berliner Volksmund wurde das erste Telefonbuch Deutschlands auch „Buch der 99 Narren“ genannt, weil dem Mann auf der Straße die ersten deutschen Teilnehmer leid taten, die auf diesen „Schwindel aus Amerika“ hereingefallen waren.

    • 1889 konnte von Stephan den zehntausendsten Anschluss verkünden. Ausgefallen sind die Telefonbücher Deutschlands in den Jahren 1917 wegen Papiermangels aufgrund des Ersten Weltkriegs und ab 1942 während des Zweiten Weltkriegs.

    • Obwohl es zunächst als reines Verzeichnis gedacht war, erschien bereits 1897 die erste Werbeanzeige im Kölner „Telefon Teilnehmer Verzeichnis“ und begründete die Geschichte des Telefonbuchs als Informations- und Werbemedium.

    • Durch seine Auslieferung als Amtliches Fernsprechbuch an alle Fernsprechteilnehmer erreichte es in den 1970er-Jahren eine massenhafte Verbreitung in den deutschen Haushalten. Seit der Privatisierung in den 1980er-Jahren ist es als „Telefonbuch“ erhältlich.

    • Es gibt 125 regionale Ausgaben mit einer Gesamtauflage von 32 Mio. Exemplaren. Die größte Auflage gibt es in Berlin. Der Eintrag ist im Gegensatz zu früher freiwillig. Der gesamte Branchenumsatz wird auf ca. eine Milliarde € geschätzt.

    • Online-Ausgaben der Telefonbücher bieten dem Nutzer neue Serviceangebote, die das Finden von Einträgen erleichtern. Statistiken zeigen, dass die Zugriffszahlen auf das Onlineangebot kontinuierlich ansteigen.


    Österreich:

    • In Österreich wurde das erste Telefonverzeichnis am 15. Juni 1881 veröffentlicht. Dabei handelte es sich um eine Werbeeinschaltung im humoristischen Volksblatt Kikeriki, die nur einige wenige Einträge von Prominenten enthielt.

    • Das erste offizielle Verzeichnis mit allen Anschlüssen erschien Ende 1881 mit der Eröffnung der ersten Wiener Fernmeldezentrale.


    Schweiz:

    • In der Schweiz erschien das erste Telefonverzeichnis 1880 in der Stadt Zürich als Abonnentenliste der damaligen „Zürcher Telephon Gesellschaft“ mit gerade mal 98 Einträgen.

    • Bereits 1881 zogen die Basler nach und brachten ein eigenes Teilnehmerverzeichnis heraus. Das Telefonbuch entwickelte sich in der Schweiz rasant.

    • Bereits 1900 existierten 38.000 Kundeneinträge.

    • 1959 waren es eine Million und heute rund 4,3 Millionen Einträge.

    • Swisscom Directories AG, Verleger der aktuell 24 Telefonbuchbände für die ganze Schweiz, druckt jährlich eine Auflage von rund vier Millionen Büchern. Gemäß der renommierten MACH Consumer Umfrage der AG für Werbemittelforschung (WEMF) wird das Telefonbuch von über 82% der Schweizerinnen und Schweizer genutzt

    (Quelle: WEMF, 2009)

    Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar.
    Bildquelle: Diese Bilder  stellt ein Amtliches Werk dar und ist nach § 5 UrhG (DE) bzw. § 7 UrhG (AT) und Art. 5 URG (CH) gemeinfrei.


    Abkürzung:  AFeB

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