 Gegenüber dem 1. VW vom System 40 kommt beim System 50 die neue Schaltaufgabe der Fernsperrung hinzu. Es wird dadurch bei einem Ferngespräch verhindert, das sich das Fernamt auf die Verbindung aufschalten kann.
Bei abgehenden Ferngesprächen wird die Kennung durch den ersten Zählimpuls während des Gespräches eingeleitet. Dazu ist eine zusätzlich 4 Ohm Wicklung des Anruf Relais in die abgehende Ader-c eingeschleift. Das ist auch zugleich der Belegungs- und Zählstromkreis.
Bei Selbstwahl Fernverbindungen mit Zeitimpulszählung wird das Relais-R, das beim Belegen des 1. Gruppenwählers unter Fehlstrom steht, mit dem ersten Zählimpuls, dem sogenannten Meldezählimpuls erregt. Damit wird die ankommende Ader-c vom OFLW (Orts-Fern-Leitungswähler) direkt auf Erde gelegt. Der Schaltzustand Erde an der ankommende Ader-c ist das Kennzeichen für die Fernsperrung.
Das Anruf Relais-R hält sich nach dem ersten Zählimpuls über seine niederohmige Wicklung selbst. Die Verbindung wird während der Dauer des Gespräches als Fernbesetzt gekennzeichnet. Weiter Zählimpulse haben keinen Einfluss mehr auf das Relais-R.
Das Ansprechen des Anruf Relais-R bei einem Ortgespräch , wo der Zählimpuls erst beim Auflegen gesendet wird, hat keinen Einfluss auf den Auslösevorgang der Vorwählers.
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